FLOWERS
Ingrid Bartel

AUSSTELLUNGSDAUER
Do 9.9 - Do 7.10.2021



Blumen sind ob ihrer Anmutung und Erscheinungsform ein zentrales Bildmotiv im Schaffen von Ingrid Bartel. Sie hinterfragt in ihren Bildern die ephemere Schönheit der Blumen und inszeniert sie in den unterschiedlichsten Phasen ihres Lebenszyklus – von der Knospe über ihre Blütezeit bis hin zum Verwelken. Wenn sie bereits ihren Zenit überschritten haben und von der Hochblüte geknickt in den Verwelkungsprozess eintreten, wird ihre Fragilität und Zerbrechlichkeit sichtbar.

In dieser morbiden Phase kommt der artifizielle Charakter der Blumen zum Vorschein, den Ingrid Bartel mit ihrer Fotografie festhält. Es ist nicht mehr die Natur, die den Blumen ihre Farbigkeit und Kraft gibt, sondern die Industrie, die in die Schöpfung eingreift und eine künstliche Natur generiert. Der Mensch kreiert florale Geschöpfe mit einer Vielzahl an Farben und Formen und schafft somit eine künstliche Wirklichkeit, die im Prozess des Verwelkens durch Farbverlust und Zerfall aufgedeckt wird, der in der Natur so nicht vorkommt.

Ingrid Bartel fokussiert solche Momente des Verfalls in ihren inszenierten Bildern und verhilft den Blumen dadurch zu einer würdevollen Erscheinung. Ihre Blumenarrangements stehen als Metapher für Vergänglichkeit in unserer heutigen Zeit, die durch eine Zeitenwende geprägt ist.

Durch ihre akribisch ausgeleuchtete Darstellungsweise von grellbunt bis monochrom schafft sie eine eigene Ästhetik, in der die Blume als Sinnbild für diese Veränderung in unserer Zeit begriffen werden kann.

Mag. Dr. Maria Reitter-Kollmann, Kunst- und Wirtschaftswissenschaftlerin




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